Antioxidantien

Antioxidantien und Training: Warum mehr Vitamin C nicht immer besser ist

Frau von hinten beim Joggen auf einem herbstlichen Parkweg

Die kurze Antwort: Vitamin C bleibt wichtig für Sie. Doch die Menge zählt. Beim Training entstehen im Muskel reaktive Sauerstoffverbindungen. Sie dienen als Startsignal für Anpassungen [1]. Eine bedarfsgerechte Versorgung unterstützt Sie dagegen. Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Setzen Sie auf moderate Mengen statt auf Höchstdosen.

Geprüft vom Sportnahrung Wehle Team · Mit KI-Unterstützung bei Recherche und Texterstellung.

Samstagmorgen, halb neun. Die Laufschuhe stehen noch feucht im Flur. Auf dem Küchentisch zischt wie jeden Tag die Brausetablette im Glas. Hochdosiertes Vitamin C gehört für Sie seit Jahren dazu wie der erste Kaffee.

Kann genau diese Routine Ihre Trainingserfolge bremsen? Die Frage klingt zunächst seltsam. Doch sie lohnt sich. Ihr Muskel braucht den kleinen Stress nach dem Lauf. Das zeigen die Studien [1].

Der Muskel braucht das Signal

Mann von hinten beim Dehnen nach dem Laufen im Freien
Nach der Belastung beginnt die Anpassung · Foto: Eric Garcia / Pexels

Beim Training entstehen reaktive Sauerstoff- und Stickstoffspezies, kurz RONS. Das sind sehr reaktionsfreudige Moleküle. Sie können Zellbestandteile angreifen. Jahrzehntelang galten sie nur als Schadstoffe [1]. Doch eine Übersichtsarbeit hält fest: RONS wirken auch als Signalmoleküle. Sie stoßen Anpassungen an das Training erst an [1]. Denken Sie an den Rauchmelder in Ihrer Küche: Ohne Rauch kein Alarm [1].

Genau diese Anpassung ist der eigentliche Trainingserfolg. Mehr Kraftwerke in den Zellen, mehr Ausdauer, mehr Kraft. Sie merken es, wenn die Treppe zum Schlafzimmer plötzlich weniger anstrengt. Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Wer das Signal aber komplett löscht, löscht womöglich auch den Umbauauftrag. Wo liegt die Grenze zwischen Schutz und Dämpfung?

Die Dosis entscheidet

Dieselbe Übersichtsarbeit zu Athleten kommt zu einem klaren Punkt: Höhere Dosierungen von Antioxidantien müssen bei Athleten nicht vorteilhaft sein. Sie können leistungssteigernde und gesundheitsfördernde Trainingsanpassungen sogar beeinträchtigen [1]. Wie viel antioxidative Mikronährstoffe Athleten verschiedener Disziplinen brauchen, ist noch nicht ausreichend bestimmt [1]. Eine zweite Übersicht ergänzt das Bild um die Zeitachse: Kurzfristig kann Vitamin C oder E bei Athleten oxidativen Stress und Muskelschäden reduzieren [2]. Langfristig kann dieselbe Einnahme bei Athleten Kraft, Muskelaufbau und Ausdauer bremsen [2]. Mehr ist nicht besser.

Wie das im Zellinneren abläuft, ist erst teilweise verstanden. Vitamin C und Vitamin E schwächen häufig günstige Zellsignalantworten auf Bewegung ab [3]. Ascorbat kann die durch Bewegung induzierte Superoxid-Bildung abschwächen, α-Tocopherol nicht [3]. Mit Wasserstoffperoxid, einem Schlüsseleffektor der Redox-Signalgebung, reagieren beide jedoch kaum [3]. Direkte Belege für eine Interferenz von Ascorbat und α-Tocopherol mit der durch Bewegung induzierten ROS/RNS-Produktion fehlen [3]. Diese Biochemie fragt nicht nach Ihrem Geburtsjahr. Sie ist altersunabhängig.

Was Studien an Menschen und Tieren zeigen

Die bekannteste Humanstudie untersuchte junge Männer und Frauen über 11 Wochen Ausdauertraining [4]. Die tägliche Gabe von Vitamin C und E verhinderte den trainingsbedingten Anstieg mitochondrialer Marker im Skelettmuskel [4]. Die Marker für neue Mitochondrien nahmen unter den Vitaminen deutlich schwächer zu [4]. Ob die Dämpfung im älteren Muskel gleich stark ausfällt, ist offen.

So eindeutig bleibt es aber nicht. Eine andere Studie mit moderat trainierten jungen Männern ohne Vitaminmangel fand nach 12 Wochen Ausdauertraining keinen Einfluss von Vitamin C und E auf die Anpassung [5]. Sauerstoffaufnahme, Leistung und Laktatschwelle stiegen in beiden Gruppen deutlich [5]. Auch bei den Muskelenzymen gab es keine Unterschiede zwischen den Gruppen [5]. Die Studienlage ist also nicht einheitlich.

Bei Tieren wiederholt sich das gemischte Bild. Ratten mit hohem Laufvolumen zeigten unter Vitamin C abgeschwächte Anpassungen an die Belastung [6]. Die direkte Messung der mitochondrialen Biogenese bestätigte diese Dämpfung [6]. Männliche Wistar-Ratten im hochintensiven Schwimmtraining bildeten dagegen trotz Vitamin C genauso viele neue Mitochondrien, unabhängig von der Dosis [7]. Wenn also schon die Grammdosis nicht sicher hilft: Wie viel braucht Ihr Körper überhaupt?

Wie viel Vitamin C Ihr Körper täglich verbraucht

Frische Paprika, Beeren und Kohl auf einem Marktstand
Vitamin C kommt aus dem vollen Sortiment · Foto: Markus Winkler / Pexels

Stellen Sie sich Ihren Vitamin-C-Vorrat wie eine kleine Vorratskammer vor. Der Körper speichert im Durchschnitt 1,5 g Vitamin C. Davon verbraucht er täglich 3 bis 4 %, also 40 bis 60 mg [8]. Ein stabiler Spiegel hält sich bei Nichtrauchern mit 60 mg pro Tag, bei Rauchern mit 140 mg [8]. Eine aktuelle Bewertung nennt 50 µmol/L im Blutplasma als vernünftiges Ziel [9]. Wer 100 kg oder mehr wiegt, für den werden 140 mg pro Tag zur Überlegung gestellt [9]. Raucher sollten 40 mg pro Tag zusätzlich aufnehmen [9]. Für andere Altersgruppen wird nach Körpergewicht hochgerechnet, nicht nach Geburtsjahr [9].

Für Ihre Knochen lohnt der Blick auf die Qualität, nicht nur auf die Dichte. So wie bei einem Gartenzaun nicht nur die Anzahl der Latten zählt, sondern wie fest sie verbunden sind. Vitamin C und ein B-Vitamin gelten als essenziell, um Knochendichte und Knochenqualität zu erhalten [10]. Beide beeinflussen die Quervernetzung von Kollagen [10]. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen bei.

Auch die Innenwand der Blutgefäße, das Endothel, ist empfindlich gegenüber oxidativem Stress. Ascorbat schützt sie besonders wirksam [11]. Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße bei. Im Collagen Knorpel Komplex Forte sind je Portion 80 mg Vitamin C, 8,1 g Kollagenhydrolysat, 1.200 mg Glucosaminsulfat und 600 mg MSM enthalten.

Gesichert und offen

Das ist gesichert Woran die Forschung noch arbeitet
Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Ascorbat schützt das Endothel besonders wirksam [11]. Welche Dosis den Schutz liefert, ohne das Trainingssignal zu dämpfen [1]?
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen bei. Kollagen-Quervernetzung bestimmt die Knochenqualität [10]. Wie stark Körpergewicht und Alter den individuellen Bedarf verschieben [9]?
Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Ein stabiler Spiegel hält sich bei Nichtrauchern mit 60 mg pro Tag [8]. Ob die Dämpfung der Anpassung bei Fünfzigjährigen so ausfällt wie bei jungen Probanden [4]?
Vitamin C trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Der Körperpool beträgt 1,5 g, der Tagesverbrauch 40 bis 60 mg [8]. Wie lange eine hochdosierte Einnahme dauern muss, bis Effekte auf Kraft und Ausdauer messbar werden [2]?

Was Sie jetzt tun können

Hände rühren Pulver in eine Tasse mit warmem Getränk
Morgens einfach einrühren · Foto: RDNE Stock project / Pexels
  1. Nehmen Sie die Dose vom Küchentisch und lesen Sie das Etikett. Liegt die Tagesdosis im Gramm-Bereich, prüfen Sie einen Wechsel auf Milligramm nahe dem täglichen Verbrauch von 40 bis 60 mg [8].
  2. Setzen Sie Paprika, Beeren und Kohl auf den Einkaufszettel. Die Grundversorgung kommt vom Teller, Präparate ergänzen gezielt.
  3. Wenn Sie Kollagen, Glucosamin und MSM ergänzen möchten, wählen Sie ein Produkt mit moderater Vitamin-C-Menge wie den Collagen Knorpel Komplex Forte mit 80 mg je Portion.

Passendes Produkt

Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knorpel bei. Der Collagen Knorpel Komplex Forte enthält Kollagen als geschmacksneutrales Pulver, das Sie morgens in Kaffee, Tee, Wasser oder Smoothie einrühren.

Je Portion (1 Messlöffel, 10 g, in 200 bis 300 ml Flüssigkeit): Kollagenhydrolysat (Rind, CollaPure, Typ I, II & III, Weidehaltung/Grass-Fed) 8,1 g, Glucosaminsulfatkaliumchlorid 1.592 mg (davon Glucosaminsulfat 1.200 mg, davon Glucosamin 942 mg), MSM (Methylsulfonylmethan) 600 mg, Vitamin C 80 mg (100 % NRV). Zutaten: Kollagenhydrolysat (Rind), D-Glucosaminsulfatdikaliumchlorid (Krebstiere), Methylsulfonylmethan (MSM), Vitamin C. Enthält Krebstiere. Ohne Aromen, Farbstoffe und Süßungsmittel.

Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knorpel bei. Im Collagen Knorpel Komplex Forte steckt Vitamin C (80 mg) zusammen mit Kollagenhydrolysat (8,1 g), Glucosaminsulfat (1.200 mg) und MSM (600 mg).

Zum Knorpel-Komplex

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.

Häufige Fragen

Soll ich mein Vitamin-C-Präparat rund ums Training weglassen? Das kommt auf die Dosis an. Die Hinweise auf gedämpfte Trainingsanpassungen betreffen höhere Dosierungen über längere Zeit [1]. Prüfen Sie, ob Ihr Präparat Milligramm oder Gramm liefert, und bleiben Sie im moderaten Bereich.

Brauche ich mit über 50 mehr Vitamin C als früher?
Nicht automatisch. Der Bedarf wird eher nach Körpergewicht und Raucherstatus bemessen als nach dem Alter [9]. Vitamin C trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Für Personen mit einem Körpergewicht von 100 kg oder mehr sollte eine empfohlene Zufuhr von 140 mg/Tag in Betracht gezogen werden [9]. Raucher sollten ihre tägliche Vitamin-C-Zufuhr um 40 mg/Tag erhöhen [9].

Woran erkenne ich, ob ich gut versorgt bin? Am Blutwert. Ein Plasmaspiegel unter 20 µmol/L (0,3 mg/dL) zeigt einen unzureichenden Status an [8]. Als Ziel gelten 50 µmol/L [9].

Kann ich das Pulver in den heißen Kaffee rühren? Ja. Das geschmacksneutrale Pulver ist laut Produktangaben für Kaffee, Tee, Wasser und Smoothie geeignet.

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So haben wir geprüft

Alle Quellen stammen aus Europe PMC und wurden im Wortlaut mit den Originalabstracts abgeglichen. Gesundheitsbezogene Aussagen zu Vitamin C folgen dem EU-Register für zugelassene Angaben. Zell-, Tier- und Sportlerstudien sind im Text als solche gekennzeichnet, jeweils mit einer Einschätzung zur Übertragbarkeit auf Menschen ab 50.

Quellen

  1. Antioxidants in Athlete’s Basic Nutrition: Considerations towards a Guideline for the Intake of Vitamin C and Vitamin E. 2015. Zur Studie
  2. Effect of high-dose vitamin C and E supplementation on muscle recovery and training adaptation: a mini review.. 2023. Zur Studie
  3. Influence of vitamin C and vitamin E on redox signaling: Implications for exercise adaptations.. 2015. Zur Studie
  4. Vitamin C and E supplementation hampers cellular adaptation to endurance training in humans: a double-blind, randomised, controlled trial.. 2014. Zur Studie
  5. Antioxidant supplementation does not alter endurance training adaptation.. 2010. Zur Studie
  6. Differential effects of vitamin C or protandim on skeletal muscle adaptation to exercise.. 2018. Zur Studie
  7. Vitamin C supplementation does not alter high-intensity endurance training-induced mitochondrial biogenesis in rat epitrochlearis muscle.. 2014. Zur Studie
  8. Vitamin C requirements in parenteral nutrition.. 2009. Zur Studie
  9. Vitamin C - a scoping review for Nordic Nutrition Recommendations 2023.. 2023. Zur Studie
  10. [Nutrition and bone health. Roles of vitamin C and vitamin B as regulators of bone mass and quality].. 2009. Zur Studie
  11. Rationale and impact of vitamin C in clinical nutrition.. 2006. Zur Studie

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Hände halten eine Flasche mit Fischölkapseln über einer Küchenarbeitsplatte
Hände halten einen Messlöffel mit hellem Pulver über einer Schale auf einer Küchenarbeitsplatte

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